Palermo Sehenswürdigkeiten auf einen Blick
Palermo ist laut, lebendig, teilweise chaotisch und voller gutem Essen. Während unserer Sizilien-Rundreise verbrachten wir mehrere Tage in der Hauptstadt der Insel und entdeckten dabei historische Bauwerke, lebhafte Märkte, außergewöhnliche Aussichtspunkte und einige kulinarische Highlights. Während unseres Aufenthalts besuchten wir unter anderem den Mercato di Ballarò, Santa Caterina d’Alessandria, Quattro Canti, die Kathedrale von Palermo, den Normannenpalast, das Teatro Massimo und die Kapuzinerkatakomben. Außerdem nahmen wir an einem sizilianischen Kochkurs und einer Street-Food-Tour teil. Nach den vielen Sehenswürdigkeiten und dem vielen Essen gönnten wir uns schließlich eine Auszeit am Mondello Beach.
Viele Sehenswürdigkeiten in der Altstadt liegen relativ nah beieinander und lassen sich gut zu Fuß miteinander verbinden. Für die Kapuzinerkatakomben und den Mondello Beach solltet ihr dagegen etwas zusätzliche Zeit für die Anfahrt einplanen.
Mercato di Ballarò
Unsere Erkundungstour durch Palermo begann am Mercato di Ballarò. Zwischen Obst, Gemüse, Fisch, Fleisch, Gewürzen und sizilianischen Spezialitäten herrschte bereits am Vormittag reges Treiben.
Der Markt ist laut, bunt und voller unterschiedlicher Gerüche. Genau diese Mischung vermittelte uns einen guten ersten Eindruck von Palermo. Wir ließen uns ohne festen Plan durch die Marktgassen treiben und beobachteten das geschäftige Treiben an den zahlreichen Ständen.
Wenn ihr Märkte und lebhaftes Stadtleben mögt, solltet ihr den Ballarò-Markt bei eurem Besuch in Palermo unbedingt einplanen.
GUT ZU WISSEN
Mercato di Ballarò
Besucht den Mercato di Ballarò am besten am Vormittag. Dann sind besonders viele Stände geöffnet und ihr erlebt den Markt in seiner lebhaftesten Form. Nehmt euch etwas Zeit, schaut euch in Ruhe um und kommt am besten mit Hunger.
Santa Caterina d’Alessandria
Vom Ballarò-Markt ging es für uns weiter zur Kirche Santa Caterina d’Alessandria.
Wir besichtigten nicht nur die reich verzierte Kirche, sondern auch das ehemalige Kloster und die Dachterrasse. Besonders der Aufstieg auf das Dach hat sich für uns gelohnt. Von oben hatten wir einen tollen Blick über Palermo und auf die umliegenden Plätze und Gebäude.
Die Stadt wirkte aus dieser Perspektive noch einmal ganz anders. Wenn ihr Aussichtspunkte genauso gerne mögt wie wir, solltet ihr die Terrasse bei eurem Besuch unbedingt mitnehmen.
Im Innenhof wartete anschließend ein weiteres Highlight auf uns: der vermutlich größte Cannolo unserer gesamten Sizilien-Reise. Die knusprige Teigrolle mit ihrer süßen Ricottafüllung war riesig – zum Glück teilten wir sie uns.
GUT ZU WISSEN
Santa Caterina d’Alessandria
Beschränkt euch nicht nur auf die Kirche. Für uns waren vor allem die Dachterrassen mit dem Blick über Palermo und der riesige Cannolo im Innenhof echte Highlights. Den Cannolo solltet ihr euch am besten teilen – unserer war wirklich gewaltig.
Quattro Canti
Anschließend spazierten wir weiter zu den Quattro Canti, einer der bekanntesten Kreuzungen Palermos.
Der Platz liegt an der Kreuzung der Via Maqueda und des Corso Vittorio Emanuele. An jeder Ecke steht eine geschwungene, reich verzierte Fassade. Zusammen bilden die vier Gebäude einen fast kreisförmigen Platz.
Obwohl hier viel Verkehr und Trubel herrschen, lohnt es sich, kurz stehen zu bleiben und die Fassaden mit ihren Figuren und Verzierungen genauer anzusehen.
Die Quattro Canti liegen sehr zentral und lassen sich wunderbar mit Santa Caterina, der Kathedrale und weiteren Sehenswürdigkeiten in der Altstadt verbinden.
GUT ZU WISSEN
Quattro Canti
Baut die Quattro Canti am besten in einen längeren Spaziergang durch die Altstadt ein. Santa Caterina d’Alessandria, die Fontana Pretoria und die Kathedrale von Palermo liegen ganz in der Nähe und lassen sich gut miteinander verbinden. Achtet beim Fotografieren auf den Verkehr, da sich hier mehrere belebte Straßen kreuzen.
Kathedrale von Palermo
Eines unserer größten kulturellen Highlights war die Kathedrale von Palermo. Schon von außen wirkt das Gebäude mit seinen Türmen, Bögen und zahlreichen architektonischen Details beeindruckend.
Wir besichtigten die Kathedrale zunächst von innen und stiegen anschließend auf die Dächer. Von dort hatten wir einen weiten Blick über Palermo und die umliegenden Berge.
Der Aufstieg war für uns eines der schönsten Erlebnisse in der Stadt. Wenn ihr die Möglichkeit dazu habt, solltet ihr die Kathedrale daher nicht nur von außen ansehen.
GUT ZU WISSEN
Kathedrale von Palermo
Besichtigt die Kathedrale nicht nur von außen und nehmt die Dächer unbedingt mit, sofern sie geöffnet sind. Die Aussicht über Palermo und auf die umliegenden Berge gehörte für uns zu den schönsten Erlebnissen in der Stadt. Am besten informiert ihr euch vorab, ob der Zugang zu den Dächern möglich ist.
Normannenpalast
Den Normannenpalast, auch Palazzo dei Normanni oder Palazzo Reale genannt, betrachteten wir während unseres Spaziergangs nur von außen.
Das große historische Gebäude gehört zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten Palermos und liegt nicht weit von der Kathedrale entfernt. Im Inneren befindet sich auch die berühmte Cappella Palatina.
Für eine ausführliche Innenbesichtigung reichte unsere Zeit an diesem Tag nicht mehr. Trotzdem ließ sich der Palast sehr gut in unseren Spaziergang durch die Altstadt integrieren.
GUT ZU WISSEN
Normannenpalast
Verbindet den Normannenpalast direkt mit eurem Besuch der Kathedrale, da beide Sehenswürdigkeiten nah beieinanderliegen. Wir haben den Palast nur von außen gesehen. Wenn ihr genügend Zeit habt, solltet ihr auch die Innenräume und besonders die berühmte Cappella Palatina einplanen.
Teatro Massimo
Auch am Teatro Massimo kamen wir während unseres Stadtrundgangs vorbei.
Das große Opernhaus beeindruckt bereits von außen mit seiner monumentalen Freitreppe und den mächtigen Säulen. Wir beließen es bei der Außenansicht und nutzten den Platz für eine kurze Pause.
Wenn ihr mehr über das Opernhaus erfahren möchtet, könnt ihr das Teatro Massimo auch im Rahmen einer Führung von innen besichtigen.
GUT ZU WISSEN
Teatro Massimo
Auch wenn ihr keine Führung durch das Opernhaus machen möchtet, lohnt sich ein kurzer Stopp. Die monumentale Freitreppe und die großen Säulen sind bereits von außen beeindruckend. Wir haben das Teatro Massimo nur von außen angesehen und den Platz für eine kurze Pause genutzt.
Mit dem Bummelzug durch Palermo
Nach den vielen Sehenswürdigkeiten wollten wir Palermo noch einmal bequem aus einer anderen Perspektive kennenlernen und entschieden uns für eine Runde mit dem Bummelzug.
Die Fahrt klang zunächst nach einer entspannten Möglichkeit, weitere Teile der Stadt zu sehen. Im Nachhinein waren wir uns allerdings schnell einig: Das hätten wir uns sparen können.
Zu Fuß bekamen wir einen deutlich besseren Eindruck von Palermo und konnten jederzeit stehen bleiben, wenn uns ein Ort interessierte.
Sizilianischer Kochkurs
Am nächsten Morgen stand für uns ein sizilianischer Kochkurs auf dem Programm.
Gemeinsam bereiteten wir einige der bekanntesten Spezialitäten der Insel zu:
- Arancine
- Cannoli
- Pasta alla Norma
Wir lernten, wie die einzelnen Gerichte zubereitet werden, durften alles selbst kochen und anschließend natürlich auch probieren.
Besonders schön war, dass wir dadurch nicht nur verschiedene Gerichte aßen, sondern auch mehr über ihre Zutaten und die traditionelle Zubereitung erfuhren.
GUT ZU WISSEN
Sizilianischer Kochkurs
Plant vor und nach dem Kochkurs keine große Mahlzeit ein. Wir haben beim Zubereiten natürlich alles probiert und waren danach mehr als satt. Achtet bei der Buchung darauf, welche Gerichte gekocht werden und ob der Kurs wirklich zum Mitmachen gedacht ist.
Kapuzinerkatakomben von Palermo
Am Nachmittag besuchten wir die Kapuzinerkatakomben von Palermo.
In den unterirdischen Gängen befinden sich zahlreiche mumifizierte Verstorbene. Der Besuch war interessant, zugleich aber auch bedrückend und teilweise etwas unheimlich.
Die Katakomben unterscheiden sich deutlich von den klassischen Kirchen, Palästen und Plätzen Palermos. Sie sind sicherlich nicht für jeden etwas. Wenn ihr euch für Geschichte und ungewöhnliche Orte interessiert, bekommt ihr hier jedoch einen besonderen Einblick in die Vergangenheit der Stadt.
GUT ZU WISSEN
Kapuzinerkatakomben von Palermo
Überlegt vorab, ob ihr euch mit dem Anblick mumifizierter Verstorbener wohlfühlt. Die Kapuzinerkatakomben sind kein klassisches Museum und können teilweise unheimlich oder bedrückend wirken. Plant euren Besuch außerdem nicht zu knapp vor der Mittagspause, da die Anlage zwischen 12:30 und 15:00 Uhr geschlossen ist.
Street-Food-Tour durch Palermo
Den Abschluss unseres Tages bildete eine Street-Food-Tour durch Palermo.
Dabei probierten wir uns durch verschiedene sizilianische Gerichte und lernten noch einmal eine andere Seite der Stadt kennen. Das Essen war richtig lecker, die Menge allerdings gewaltig.
Am Ende waren wir uns einig: Es war viel, sehr viel – eigentlich viel zu viel.
Trotzdem war die Tour eines unserer kulinarischen Highlights. Palermo eignet sich hervorragend, um sizilianische Spezialitäten zu entdecken. Für eine Food-Tour solltet ihr vorher allerdings möglichst wenig essen und ordentlich Hunger mitbringen.
GUT ZU WISSEN
Street-Food-Tour durch Palermo
Esst vor der Street-Food-Tour möglichst wenig und kommt mit ordentlich Hunger. Unterschätzt die Anzahl und Größe der Kostproben nicht. Bei uns war alles richtig lecker – am Ende war es aber definitiv viel, sehr viel und eigentlich schon zu viel. Plant danach am besten kein weiteres Abendessen ein.
Mondello Beach
Nach den vielen Sehenswürdigkeiten und kulinarischen Erlebnissen zog es uns ans Meer. Wir fuhren zum Mondello Beach, der außerhalb des historischen Zentrums liegt.
Der lange Strand, das helle Wasser und die umliegenden Berge bilden einen starken Kontrast zum lebhaften Zentrum Palermos.
Wir verbrachten dort einen entspannten Nachmittag und genossen die Pause vom Sightseeing. Gerade bei den sommerlichen Temperaturen war der Strand für uns die perfekte Abwechslung.
Mondello lässt sich gut als halber Strandtag in einen Aufenthalt in Palermo einbauen. Wenn ihr mehr Zeit habt, könnt ihr dort natürlich auch einen ganzen Tag verbringen.
GUT ZU WISSEN
Mondello Beach
Fahrt im Sommer möglichst früh nach Mondello. Der Strand kann besonders an Wochenenden und in der Hauptsaison sehr voll werden. Nach mehreren Tagen voller Sehenswürdigkeiten war der Nachmittag am Meer für uns die perfekte Gelegenheit, etwas zu entspannen und uns abzukühlen.
Unsere Route durch Palermo
Viele der Sehenswürdigkeiten im historischen Zentrum lassen sich gut zu Fuß miteinander verbinden. Unsere Route führte uns ungefähr in dieser Reihenfolge durch die Stadt:
- Mercato di Ballarò
- Santa Caterina d’Alessandria
- Quattro Canti
- Kathedrale von Palermo
- Normannenpalast
- Teatro Massimo
- Bummelzug durch Palermo
Für diese Runde solltet ihr einen großen Teil des Tages einplanen. Kirche, Kloster und Dachterrassen von Santa Caterina sowie die Dächer der Kathedrale benötigen deutlich mehr Zeit als ein kurzer Fotostopp.
Kochkurs, Kapuzinerkatakomben und Street-Food-Tour verteilten wir auf einen weiteren Tag. Den Mondello Beach besuchten wir separat, damit wir genügend Zeit zum Entspannen hatten.
Unser Fazit zu Palermos Sehenswürdigkeiten
Palermo hat uns mit seiner Mischung aus Geschichte, lebhaften Märkten, eindrucksvollen Gebäuden und sizilianischem Essen überrascht.
Besonders gut gefallen haben uns die Dachterrassen von Santa Caterina und der Kathedrale, der lebhafte Ballarò-Markt und die vielen kulinarischen Erlebnisse.
Unser persönliches Fazit:
- Schönste Aussicht: die Dächer der Kathedrale
- Bestes süßes Erlebnis: der riesige Cannolo bei Santa Caterina
- Bestes kulinarisches Erlebnis: der Kochkurs
- Ungewöhnlichster Ort: die Kapuzinerkatakomben
- Beste Erholung: Mondello Beach
- Hätten wir uns sparen können: die Fahrt mit dem Bummelzug
Palermo ist nicht ruhig oder herausgeputzt. Die Stadt wirkt stellenweise chaotisch, aber genau das gehört zu ihrem Charakter.
Wenn ihr Palermo besucht, solltet ihr genügend Zeit für die Altstadt mitbringen, hungrig kommen und zwischendurch einfach durch die Gassen laufen. Oft sind es gerade die lebhaften Straßen, kleinen Lokale und spontanen Entdeckungen, die den besonderen Reiz der Stadt ausmachen.
