Sizilien – Rundreise zwischen Vulkanen und Meer
Start › Reiseziele › Europa › Italien › Sizilien › Sizilien – 16 Tage zwischen Vulkanen, Meer, gutem Essen und Dolce Vita

Sicilia… EVERYTHING ELSE IS IN THE SHADE.

So lautete das Motto unserer Sizilien-Reise – und spätestens nach den ersten Tagen wussten wir: Ganz so falsch ist das nicht. In 16 Tagen wollten wir möglichst viel von der Insel sehen. Von historischen Städten über Vulkane und traumhafte Strände bis hin zu Bootstouren, Wanderungen, Tauchausflügen und natürlich jeder Menge italienischem Essen.

Unser Plan war ambitioniert: Catania, Ätna, Syrakus, Ragusa, Agrigent, Trapani, Palermo, Cefalù und Taormina standen auf der Route. Dazu kamen die Inseln Favignana, Levanzo und Stromboli.

Tag 1 – Ankunft in Catania

Nach dem Flug von Wien landeten wir am Nachmittag in Catania, holten unseren Mietwagen ab und bezogen unser erstes Hotel. Viel Zeit zum Eingewöhnen blieb allerdings nicht – schließlich wartete am nächsten Tag bereits die erste Erkundungstour.

Tag 2 – Catania zwischen Fischmarkt und Barock

Catania empfing uns mit genau dem, was man sich von Sizilien erwartet: historische Gebäude, enge Gassen, viel Lebenund natürlich jede Menge Essen. Wir starteten am Dom und Domplatz mit der Kathedrale Sant’Agata, schlenderten anschließend über den berühmten Fischmarkt von Catania und weiter über die Piazza Università und die Via Etnea. Auch das Römische Theater und die Via Crociferi standen auf unserem Programm. Besonders beeindruckend war die riesige Kirche San Nicolò l’Arena. Nach all der Stadtbesichtigung brauchten wir erst einmal eine Abkühlung und fuhren an den Strand. Nach einem langen Tag zwischen Sehenswürdigkeiten und sizilianischem Stadtleben ließen wir den Abend schließlich bei einem Fischessen ausklingen.

Tag 3 – Österreich gegen Algerien und auf zum Ätna

Am nächsten Morgen begann der Tag für Chris bereits sehr früh. Um vier Uhr früh sah er sich noch das spannende Spiel Österreich gegen Algerien an. Viel Schlaf blieb danach nicht mehr, denn anschließend ging es direkt weiter zum Ätna. Und zwar stilecht: Wir beide trugen unsere Österreich-Trikots. Dort stand eine etwa vierstündige Wanderung zum Gipfelkrater auf dem Programm – inklusive Seilbahn. Der Ätna ist schon aus der Ferne beeindruckend. Oben zwischen schwarzem Vulkangestein zu stehen und auf die Landschaft Siziliens hinunterzublicken, war aber noch einmal eine ganz andere Erfahrung. Mit unseren Österreich-Trikots mitten in der Vulkanlandschaft waren wir außerdem ein ziemlich auffälliger Anblick. Nach der Wanderung ging es direkt weiter nach Syrakus.

Tag 4 – Syrakus: Altstadt, Grotten und gutes Essen

In Syrakus bezogen wir unser Apartment und machten uns anschließend auf den Weg in die Stadt. Besonders die Altstadt auf der Insel Ortigia gefiel uns mit ihren kleinen Gassen, Plätzen und historischen Gebäuden. Wir erkundeten den archäologischen Park und schlenderten durch Ortigia. Am Nachmittag machten wir eine Bootstour entlang der Küste und zu verschiedenen Meereshöhlen. Das Wasser war traumhaft und vom Boot aus konnten wir Syrakus noch einmal aus einer ganz anderen Perspektive sehen. Natürlich durfte auch an diesem Abend gutes Essen nicht fehlen.

Tag 5 – Strandtag in San Lorenzo und weiter nach Ragusa

Nach den ersten Tagen voller Besichtigungen war es Zeit für einen richtigen Strandtag. In San Lorenzo hatten wir einen riesigen Sonnenschirm und gleich vier Liegen für uns – Luxus pur. Nach rund sieben Stunden Baden, Sonnen und Spielen konnten wir endlich einmal richtig chillen. Danach ging es weiter nach Ragusa. Unser Apartment lag so, dass wir zu Fuß in die beeindruckende Altstadt gehen konnten. Ragusa ist eine Stadt, die sich komplett den Hang hinaufzieht – und genau das macht sie so besonders. Nach einem typisch sizilianischen Abendessen waren wir allerdings so satt, dass der Rückweg den steilen Berg hinauf mit Bauchschmerzen nicht gerade leichter wurde. Die Stadt selbst hat uns aber wirklich beeindruckt.

Tag 6 – Punta Bianca, Strand und Agrigent

Am nächsten Tag machten wir zunächst noch einige Drohnenaufnahmen von Ragusa, bevor wir uns auf den Weg Richtung Agrigent machten. Nach etwa zweieinhalb Stunden Fahrt ging es zur Punta Bianca. Bei extremer Hitze wanderten wir hinunter zu den beeindruckenden weißen Felsen und einer verlassenen Ruine. Unten angekommen zog sich das Wetter plötzlich komplett zu – also hieß es: schnell wieder den Berg hinauf zum Auto. Oben angekommen waren wir komplett verschwitzt und gefühlt kurz vorm Sterben. Nach dem Check-in in unserem Apartment in Agrigent ging es direkt weiter zum Spiaggia di Capo Rossello. Trotz einzelner Regentropfen legten wir uns noch zwei Stunden an den Strand. Pralle Sonne und gleichzeitig ein paar Regentropfen – Sizilien eben. Am Abend gönnten wir uns dann ein etwas edleres Restaurant mit Blick auf die Tempel. Dazu durfte natürlich eine Flasche Wein nicht fehlen.

Tag 7 – Das Tal der Tempel und die Salinen von Marsala

Am nächsten Tag besuchten wir das Tal der Tempel von Agrigent. Zwischen den riesigen antiken Tempelanlagen zu stehen, war definitiv eines der kulturellen Highlights der Reise. Danach ging es weiter zu Capo Bianco, einem weiteren tollen Fotospot an der Küste. Am Nachmittag fuhren wir zu den Salinen von Marsala. Dort wird das Salz noch immer händisch abgebaut. Die riesigen Salzflächen, Salzberge und Windmühlen ergaben eine komplett andere Landschaft als alles, was wir zuvor auf Sizilien gesehen hatten. Anschließend ging es weiter nach Trapani. Nach der Fahrt von Marsala nach Trapani ließen wir den Abend gemütlich ausklingen. Natürlich durfte dabei das Fußballspiel nicht fehlen. Nach Tempeln, Küste und Salinen stand diesmal Österreich gegen Spanien auf dem Programm. Wir schauten das Spiel in einem Restaurant und konnten so einen weiteren spannenden Fußballabend mit sizilianischem Essen verbinden.

Tag 8 – Mit dem Boot nach Favignana und Levanzo

Von Trapani aus stand die erste große Bootstour auf dem Programm: Favignana und Levanzo. Wir machten mehrere Stopps an Bade- und Schnorchelplätzen. Das Wasser war glasklar und perfekt zum Schwimmen. Bei der Unterwasserwelt hatten wir allerdings etwas mehr erwartet – besonders spektakuläre Fische ließen sich leider nicht blicken. Mittags gab es auf Favignana ein Fischessen, bevor wir wieder aufs Boot stiegen. Am Abend wartete dann schon wieder ein Klassiker auf uns: Pizza.

Tag 9 – Lo Zingaro: wunderschön, aber viel zu heiß

Am nächsten Tag ging es ins Naturschutzgebiet Lo Zingaro. Geplant war eine Küstenwanderung von rund zwölf Kilometern. Die Landschaft war wunderschön, die Temperaturen allerdings brutal. Die Wanderung war bei dieser Hitze richtig anstrengend. Unterwegs gab es immer wieder schöne Buchten und Badespots, die uns allerdings eher daran denken ließen, wie schön es wäre, gerade auf einem Boot zu sitzen. Nach der Wanderung ging es hinauf nach Erice. Dort gönnten wir uns ein Granita-Eis und schauten uns den Sonnenuntergang an. Dazu gab es Arancini – ein perfekter Abschluss des Tages.

Tag 10 – Palermo: laut, lebendig und voller Essen

Danach ging es weiter nach Palermo. Wir starteten am Ballarò-Markt, wo wir uns durch die vielen Stände und Gerüche treiben ließen. Anschließend besuchten wir die Kirche Santa Caterina, inklusive Kloster und Dachterrasse. Im Innenhof wartete dann ein weiteres Highlight: der vermutlich größte Cannolo, den wir auf der gesamten Reise gesehen haben. Zum Glück teilten wir ihn uns. Danach ging es zur berühmten Kreuzung Quattro Canti, zur Kathedrale von Palermo – inklusive Dachterrasse – und weiter zum Normannenpalast und zum Teatro Massimo. Eine Fahrt mit dem Bummelzug durch Palermo durfte ebenfalls nicht fehlen. Das Fazit war allerdings schnell klar: Hätte man sich sparen können. Kulinarisch wurde Palermo dafür umso besser.

Tag 11 – Kochkurs, Katakomben und Streetfood

Am nächsten Tag besuchten wir einen Kochkurs, bei dem wir Arancine, Cannoli und Pasta alla Norma zubereiteten. Danach gab es erst einmal eine Stunde Schlaf. Nach so viel Essen war eine Pause dringend notwendig. Anschließend besuchten wir die Kapuzinerkatakomben. Und weil wir offenbar noch nicht genug gegessen hatten, folgte danach eine Street-Food-Tour.
Es gab viel.
Sehr viel.
Eigentlich viel zu viel. 

Tag 12 – Tauchen, Mondello und frittierte Meeresfrüchte

Am nächsten Tag stand Tauchen bei Isola delle Femmine auf dem Programm. Leider war der Tauchgang nicht ganz das, was wir uns erhofft hatten. Wir waren etwas nervös, die Sicht unter Wasser war nicht besonders gut und auch die Unterwasserwelt konnte uns nicht wirklich überzeugen. Mit unseren Taucherlebnissen in Indonesien war das jedenfalls überhaupt nicht zu vergleichen. Deshalb entschieden wir uns gegen den zweiten Tauchgang und fuhren stattdessen zum Mondello-Strand. Dort verbrachten wir den restlichen Tag entspannt am Meer. Abends ging es zurück nach Palermo – und natürlich wieder zum Essen. Diesmal gab es frittierte Meeresfrüchte.

Tag 13 – Cefalù: Entspannung und das beste Essen der Reise

Von Palermo ging es weiter nach Cefalù. Nachdem wir unser Gepäck im Apartment abgestellt hatten, verbrachten wir den Nachmittag am Strand. Danach erkundeten wir die Stadt. Cefalù war für uns eine der gemütlichsten Städte der Reise. Kleine Gassen, schöne Häuser, Meer und eine entspannte Atmosphäre – genau das richtige Tempo nach den vielen actionreichen Tagen. Und dann gab es dort auch noch das beste Essen unserer gesamten Sizilien-Reise.

Tag 14 – Durch die Alcantara-Schlucht nach Taormina

Am nächsten Morgen machten wir noch einige Drohnenaufnahmen von Cefalù, bevor wir weiter Richtung Taormina fuhren. Unterwegs machten wir Halt an der Alcantara-Schlucht. Dort spazierten wir ein Stück durch das Wasser zwischen den beeindruckenden Felswänden. Eine willkommene Abkühlung bei den sommerlichen Temperaturen. Nach dem Check-in gab es erst einmal Pizza, bevor es wieder aufs Wasser ging: Eine Bade- und Delfin-Bootstour stand auf dem Programm. Und tatsächlich konnten wir einige Delfine beobachten. Am Abend schlenderten wir noch durch Taormina und gönnten uns ein wohlverdientes Eis.

Tag 15 – Stromboli: Vulkan, Meer und Sonnenuntergang

Eines der letzten großen Highlights unserer Reise war die Bootstour rund um Stromboli. Bei extremer Hitze spazierten wir zunächst zum Aussichtspunkt Villaggio Preistorico. Der Rückweg zum Hafen war dann zum Glück etwas entspannter – wir fuhren mit einem Golfcart. Am Hafen gab es Pizza, bevor wir wieder aufs Boot stiegen. Wir fuhren vorbei an kleinen, felsigen Inseln und konnten vom Wasser aus tolle Fotos machen. Auf Stromboli selbst konnten wir zwischen den schwarzen Vulkanfelsen im Meer baden – ein ziemlich einzigartiges Erlebnis. Auf der Rückfahrt wurde es dann richtig spektakulär: Vom Meer aus konnten wir beobachten, wie der Stromboli Rauch ausstieß, während gleichzeitig die Sonne am Horizont unterging. Ein perfekter Moment, um noch einmal zu realisieren, wie abwechslungsreich diese Reise eigentlich war. Zurück in Taormina wurde es allerdings spät. Gegen 1 Uhr früh lagen wir endlich im Bett.

Tag 16 – Taormina, Castelmola und die Heimreise

Am letzten Tag hieß es dann leider Abschied nehmen. Nach dem Auschecken erkundeten wir noch einmal Taormina, bevor es weiter nach Castelmola ging. Von dort genossen wir noch einmal die Aussicht über die Küste. Anschließend fuhren wir zu einem Aussichtspunkt mit Blick auf die Isola Bella – und dann ging es endgültig Richtung Flughafen. Die Heimreise verlief allerdings nicht ganz nach Plan. Durch Flugprobleme wurde aus einem ohnehin langen Reisetag ein ziemlich langer Abend. Schlussendlich lagen wir erst um 3:30 Uhr früh im Bett.

Fazit: Sizilien, du warst ziemlich beeindruckend

16 Tage, unzählige Kilometer, neun verschiedene Orte, mehrere Bootstouren, ein Vulkan, jede Menge Strände, Wanderungen, Höhlen, Salinen, antike Tempel, ein Kochkurs, Tauchen, Delfine und vor allem: sehr, sehr viel gutes Essen. Wir haben auf dieser Reise unglaublich viel gesehen – manchmal vielleicht sogar ein bisschen zu viel. Es gab Tage, an denen wir bei 35 Grad Berge hochgelaufen sind und uns gewünscht haben, wir wären einfach auf einem Boot geblieben. Es gab Tauchgänge, die nicht mit Indonesien mithalten konnten, und Bummelzugfahrten, die wir uns rückblickend hätten sparen können. Aber genau das macht eine Reise aus. Denn zwischen all den anstrengenden Momenten lagen traumhafte Strände, spektakuläre Sonnenuntergänge, Vulkanlandschaften, glasklares Meer, charmante Städte und jede Menge kulinarische Highlights. Sizilien war laut, heiß, manchmal chaotisch, unglaublich abwechslungsreich – und definitiv eine Reise wert.

Arrivederci, Sicilia!

Vielleicht gefällt dir auch das:

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert